
Geschichte der Firma Gienger Küchen
Die Herren Wilhelm Gienger und Generaldirektor Paul Raabe gründeten Anfang 1939 die Wilhelm Gienger GmbH in München. Paul Raabe lernte Wilhelm Gienger zur Zeit seiner Tätigkeit im Stummkonzern als Lieferant von Röhren kennen. Die Gründung der Firma in München sollte die Basis für die Zukunft seiner Söhne schaffen, die jedoch alle im 2. Weltkrieg gefallen sind. Nach Kriegsende begann langsam die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes mit einer Stammbesetzung von 3 Mitarbeitern. Die schwierigste Aufgabe der damaligen Zustände war die Materialbeschaffung. Fittinge wurden aus der ausgebombten Lagerhalle aus dem Boden gegraben. Der Neubeginn war also langsam und sehr mühsam.
Im Januar 1948 trat der Schwiegersohn von Paul Raabe, Dr. Otto Graber, in das Unternehmen ein. Mit einem Holzvergaser-Auto organisierte er bei Fahrten quer durch Deutschland das benötigte Material. Damit und durch die Währungsreform begann der eigentlich richtige Aufbau des Geschäftes.
Verbindungen mit der Schwestergesellschaft in Stuttgart und der Industrie konnten wieder aufgenommen werden. Der Umfang des Geschäftsbetriebes entwickelte sich sehr schnell. Hauptfirmenzweck war der Vertrieb eines klassischen Sanitärprogramms mit Badewannen, Waschtischen, Klosettbecken, Warmwassergeräten, Spülen und dem kompletten Installationsmaterial.
1951 hatte Herr Generaldirektor Paul Raabe die Geschäftsführung übernommen, während Herr Dr. Otto Graber die kaufmännische Leitung eines Industriebetriebes in Österreich übernahm. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gienger GmbH bereits 61 Mitarbeiter.
In Handwerkskreisen erlangte die Firma Wilhelm Gienger GmbH einen guten Ruf als verlässlicher Partner.
1959 kehrte Dr. Otto Graber in die Geschäftsführung ein.
Der Aufwärtstrend des Unternehmens war unaufhaltsam. Der Betrieb platzte aus allen Nähten. Nach langem Suchen entschlossen sich die Gesellschafter zum Neubau des Gesamtbetriebes, im damals gerade entstehenden Euro-Industriepark.
Im Oktober 1968 erfolgte der Umzug und die Einweihung der jetzigen Räume.
Dr. Graber erkannte rechtzeitig, dass er nur mit gleichgesonnenen Partnern gegen Konzernentwicklungen bestehen konnte. So wurde die gute Zusammenarbeit mit den anderen Gienger-Häusern in Stuttgart, Mannheim und Ulm vertieft.
Um noch näher beim Kunden zu sein, entstanden zunächst eine Niederlassung in Traunstein im Chiemgau und später in Memmingen.
Es wurden spezialisierte Abteilungen eingerichtet. Es zählten nicht nur die Abteilungen Tiefbau, Industrie, Export, Einrichtung für Krankenhäuser und Altenheime, Sauna und Fitness, Pumpen und Wasseraufbereitung sowie Heizung dazu, sondern auch Küchen.
So wurde Gienger Vollsortimenter auf dem Bereich der Haustechnik.
Mitte der 70er Jahre waren die Zukunftsaussichten für den Fachgroßhandel alles andere als rosig. Dr. Graber kannte aus seiner Verbandsarbeit die Familie Hollweg aus Bremen und hat aktiv die Gründung der GC-Gruppe betrieben, die aus den Häusern der Gienger Kooperation im Süden und dem Haus Cordes & Graefe in Bremen mit den dort angeschlossenen Häusern besteht. Hinzu kam das Familienunternehmen Pfeiffer + May in Karlsruhe.
Zum Wohle der Kunden konnte das ganze Know-how der Gienger- und C+G-Häuser in diese Kooperation eingebracht werden. Hieraus entstanden besondere Serviceleistungen zum Vorteil der Kunden.
In dieser Zeit sind Frau Ingrid Graber und Dr. J. C. Ruhsert in die Geschäftsführung eingetreten und haben gemeinsam die sehr erfolgreiche Entwicklung vorangetrieben.
Die Mitarbeiterzahl war Ende der 70er Jahre auf über 400 angestiegen.
1986 wurden entscheidende Beschlüsse zur Zukunftsorientierung des Unternehmens getroffen. Nach dieser Standortbestimmung stand fest: Gienger ist Produktionsverbindungshandel und beliefert nur das verarbeitende Handwerk oder gleichartige Verarbeitungsstufen. Ausgelöst durch diese Überlegung und durch die Tatsache, dass nach dem Ausscheiden von Dr. Graber die Führungsfrage im Hause Gienger geklärt werden musste, entschied die Familie Graber, der aus der GC bekannten Kooperationspartner, Cordes & Graefe, am Unternehmen Gienger maßgeblich zu beteiligen.
Am 1.1.1987 wurde Gienger in eine klassische KG umgewandelt, mit dem persönlich haftenden Gesellschafter Heinz Wippich und den Kommanditisten Familie Graber und Familie Hollweg, den Inhabern von Cordes & Graefe in Bremen.
Die Umwandlung in eine KG stärkt die Aussage, Gienger ist ein Privatunternehmen, persönlich geführt und wirtschaftlich unabhängig.
Fast 600 Mitarbeiter beschäftigt Gienger im Jubiläumsjahr 1989 in München und in den selbständigen Häusern in Erlstätt bei Traunstein und in Memmingen.
Wie kam es zu Gienger Küchen?
Seit 1983 besteht die Firma Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH als eigenständige Firma in den noch heute „bewohnten“ Räumlichkeiten in der Landsberger Strasse 287 in München-Laim mit einer kleinen Ausstellungsfläche von ca. 250m².
Ende des Jahres 1986 hat die Firma Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH sämtliche Küchenabteilungen vom Sanitärbereich losgelöst und übernommen. Die zu Beginn nur kleinen Ausstellungsräume haben sich im Jahr 2000 auf die gesamte Fläche des Gebäudes erweitert, so dass eine Fläche von ca. 800m² als Ausstellung zur Verfügung steht. Seit 2001 ist dieses Haus auch der Sitz der Zentrale und Verwaltung der Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH.
Zur Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH sind zugehörig das Stammhaus mit „SieMatic by Gienger“ sowie „bulthaup im laimer Würfel“ und sanline im Münchner Westen, als auch die Häuser in Regenstauf und Traunstein.
Die Häuser in Traunstein (2006) und Regenstauf (2009) sind in die Eigenständigkeit übergegangen und werden von anderen Geschäftsführern geführt. Die Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH ist als Gesellschafter bei beiden Häusern beteiligt.
In unserem Stammhaus finden sich die Hersteller SieMatic und signia sowie im Laimer Würfel exklusiv bulthaup. Die vertretenden Lieferanten in Regenstauf sind ewe und Schüller und in Traunstein ewe und SieMatic.
Frau Ingrid Graber ist als Gesellschafterin sowie als Geschäftsführerin bei Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH tätig und vertritt zugleich die Familie Graber im Unternehmen. Sie ist außerdem noch Gesellschafterin der Gienger KG mit Sanitär mit Hauptsitz in Markt Schwaben.
Herr Josef Müller ist seit 1971 im Unternehmen beschäftigt. Zu Beginn seiner Tätigkeit war er im Sanitärbereich, wechselte dann 1979 als Geschäftsführer zur Firma Ramsauer, die zur Gruppe von Gienger Küchen zugehörig war. 2001 erfolgte dann die Eingliederung der Firma Ramsauer in die Firma Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH. Seit dieser Zeit ist Herr Josef Müller Geschäftsführer bei allen Häusern der Firma Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH, zusammen mit Frau Ingrid Graber.
Im Jahr 2004 wurde Frau Christine Zinner Verkaufsleiterin im Unternehmen Gienger Küchen- und Einrichtungs GmbH und ist seither zuständig für das Stammhaus „SieMatic by Gienger“. Mit der Neueröffnung von „bulthaup im Laimer Würfel“ im Jahr 2007 zählt auch das neue Haus zu Ihrem Tätigkeitsbereich. Des weiteren ist Sie nicht nur als Verkaufsleiterin tätig, sondern hat auch die Funktion der Prokuristin inne.
Seit 2004 existiert zudem noch die Firma sanline, ein Großhandel für Küchen und Küchenzubehör, der eng mit u.a. Schreinereien zusammen arbeitet. Der Standort ist unweit vom Stammhaus gelegen.
Im September 2007 wurde im Laimer Würfel das exklusive Studio „bulthaup im Laimer Würfel“ eröffnet. Auf rund 340 qm Fläche zeigen wir Ihnen, dass bulthaup höchste Priorität auf das Zusammenspiel von Produktqualität, Funktionalität, Ergonomie und Design setzt. Kunden, Architekten und Freunde von bulthaup finden hier den richtigen Ort für Information und Beratung.
Seit 2008 besteht, vom Stammhaus von Gienger Küchen initiiert, eine Einkaufskooperation mit ca. 20 ausgesuchten Händlern und Firmen in München.
Seit dem 22. Oktober 2009 erstrahlt die Ausstellung des Stammhauses der Gienger Küchen- und Einrichtungs Gmbh im Erdgeschoss nach 2-monatiger Umbauphase in neuem Glanz mit einem ganz neuen Blickwinkel zur Betrachtung einer Kücheneinrichtung.
Am 18. Januar 2010 wurde Frau Christine Zinner der Architects Partner Award 2009 in Gold in der Kategorie Küche & Sanitär durch die Architekturfachzeitschrift AIT verliehen. In einer repräsentativen ungestützten Online-Marktbefragung unter deutschen Architekten und Innenarchitekten im September 2009 wurde Frau Christine Zinner für Ihre Vertriebskompetenz für diese Zielgruppe auserwählt.